Ilmenau - Himmelbau ...

Ilmenau liegt, landschaftlich attraktiv, am Nordhang des Thüringer Waldes im Tal der Ilm, die der Stadt einst ihren Namen gab. Dank seiner Lage ist Ilmenau touristisch besonders interessant für Wanderungen und Ausflüge ins Rennsteiggebiet, aber auch die Kulturstädte Erfurt und Weimar sind in jeweils kurzen Fahrten bequem zu erreichen.

1776 kam J.W. Goethe im Auftrage der herzoglichen weimarschen Regierung zum ersten Mal nach Ilmenau, um das verwahrloste und verworrene Finanz- und Steuerwesen des Amtes Ilmenau zu prüfen. Weit größer und mühevoller waren Goethes Bemühungen um die Wiederbelebung der Ilmenauer Bergwerke, die seit 1739 brach lagen. Goethe besuchte insgesamt 28mal die Stadt, sein bergmännisches Amt führte ihn nach Ilmenau, seine Liebe zur schönen thüringischen Landschaft ließ ihn an zahlreichen Plätzen in und um Ilmenau verweilen. Am nahe gelegenem Kickelhahn (861m über dem Meeresspiegel) entstand 1780 "Wandrers Nachtlied". Noch heute kann der Goethewanderfreund auf dem 18 km langen Goethewanderweg den Spuren des Dichters folgen.

Die erste Glashütte in Ilmenau entstand 1675. Im 18. Jahrhundert begann man in Ilmenau mit der Porzellanherstellung. Glas- und Porzellanherstellung sind heute ein nicht unbedeutender Wirtschaftszweig der Stadt.
1894 wurde das Thüringische Technikum Ilmenau gegründet, eine höhere technische Lehranstalt für Maschinenbau und Elektrotechnik. 1926 in Ingenieurschule Ilmenau umbenannt, genoss sie aufgrund ihrer soliden, praxisnahen Ausbildung über Deutschlands Grenzen hinaus einen guten Ruf. Das gab den Ausschlag dafür, 1953 in Ilmenau eine Technische Hochschule anzusiedeln. Die technikwissenschaftliche, zu universitärer Breite gelangte Ausbildung in Ilmenau erhielt 1992 ihre Anerkennung in der Erhebung zur Technischen Universität Ilmenau.

In Ilmenau wohnen heute ca. 30000 Einwohner.






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